Qualifiziert hatten sie sich bei der Heidelberger Regatta für die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2026 in Münster: Marie Ehalt im Einer, Leonardo Brussolound Jakob Hennes im Doppelzweier und Hatice Dagdas, Freya Standhaft, Tessa Amail, Eleanor Baldessari mit Carl Kihm an den Steuerseilen. Dort vertraten sie den Landesruderverband Baden-Württemberg. Im Vorfeld freuten sich schon die Trainer Nathalie und Renko darüber, dass wir so viele Sportler aus dem HRK qualifizieren konnten.

Das Münsteraner Regattaverein und die Ruderjugend NRW begrüßte bei sommerlichen Temperaturen mehr als 1.000 Sportler und über 300 Betreuer auf dem Regattagelände. Nach dem Ausladen der Hänger, den ersten Erkundungen des Geländes und dem Aufriggern der Boote zog es einige Teams direkt aufs Wasser, um die Strecke kennenzulernen und letzte Trainingseinheiten zu absolvieren. Der erste große Programmpunkt ließ nicht lange auf sich warten: Am Donnerstagabend versammelten sich die Teilnehmenden zur Eröffnungsfeier auf den Aaseeterrassen. Die Tribüne bot ein beeindruckendes Bild und war bestens gefüllt. Immer wieder waren die Schlachtrufe der einzelnen Landesverbände über die Dahme zu hören. Für besondere Stimmung sorgte der Einmarsch der Fahnenträger mit den Flaggen der Bundesländer. Mit einer gemeinsamen Laola-Welle fand die Veranstaltung ihren Abschluss, bevor sich alle auf den Weg zum Abendessen und in ihre Unterkünfte machten, die Teilnehmenden des HRK in einer großen Turnhalle.

Der Bundeswettbewerb selbst setzt sich traditionell aus drei Teilwettbewerben zusammen: dem Langstreckenwettbewerb über 3.000 Meter mit Wende am Freitag. Am Samstag steht der Allgemeine Sportwettbewerb auf dem Programm, hier ging es darum acht verschiedene Disziplinen zu bewältigen. Dabei waren unterschiedliche Fähigkeiten gefragt: Neben Kraft und Athletik, beispielsweise beim Medizinballstoßen, spielten auch Koordination und Geschicklichkeit bei Stationen wie der Seilwanderung oder dem Japantest mit anschließendem Wurf eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wurden Schnelligkeit, Teamarbeit und Sprungkraft unter anderem bei dem Hindernis-Parcour sowie dem Dreierhopp auf die Probe gestellt. Auch beim Wissenstest mussten die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen. Zehn Fragen aus den Bereichen Sicherheit, Wettkampfregeln und Bootskunde galt es richtig zu beantworten. Fehler bei den Antworten oder Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln konnten sich direkt auf die Wertung auswirken und führten zu Punktabzügen oder Zeitstrafen für die jeweilige Riege.

Das Finale der Veranstaltung – die Bundesregatta über 1000m – musste am Sonntag kurz vor Veranstaltungsende aufgrund eines plötzlich einsetzenden Starkregenereignisses vorzeitig abgebrochen werden. Das war ein eigenes kleiner Abenteuer für sich. Die HRK-Teilnehmer klangen aber durchweg gelassen und positiv:

Marie sage: „Bei der Langstrecke gab ist sehr viel Gegenwind. Trotzdem machte der Mädchen-Vierer eine sehr gute Rennwende. Ich hatte zunächst große Probleme mit dem Gegenwind, der mich aus der Bahn lenkte.“ Tessa hatte am meisten gefallen, „wie wir uns als Team gegenseitig motiviert und gemeinsam alles gegeben haben“. Jakob kurz und knapp: „Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte.“ Freya sagt: „Mir hat besonders die tolle Atmosphäre gefallen. Es war spannend, die verschiedenen Rennen zu verfolgen und die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler zu sehen.“ Carl meinte trotz des richtig schlechten Wetters am Sonntag: „Beim Bundeswettbewerb in Münster sorgten eine großartige Atmosphäre und der starke Teamgeist für unvergessliche Momente“.

Paul sagte: „Auch wenn ich nicht zum Rudern kam und wir schlechtes Wetter hatten, war die Atmosphäre großartig, ich konnte bei Rennen zusehen und neue Leute kennenlernen.“ Eleonore fand den Bundeswettbewerb richtig toll: „also abgesehen von ein paar Ausnahmen. Ich fand unser Teamgeist war voll krass und ich hatte paar tolle Erfahrungen im Vierer.“ Hattice war beeindruckt: „Ich fand die Erfahrung super toll und bin dankbar, dass ich mit meinem Team dort sein könnte und so vieles erleben konnte.“ Etwas länger fasste es Leonardo zusammen „Beim Bundeswettbewerb in Münster sorgten trotz des wirklich schlechten Wetters eine großartige Atmosphäre und ein starker Teamgeist für unvergessliche Momente. Es war eine tolle Erfahrung selbst auf dem Wasser zu sein, spannende Rennen zu fahren, neue Leute kennenzulernen und Teil dieses besonderen Wochenendes zu sein. Ich freue mich schon auf den nächsten Bundeswettbewerb!“

Zum Schluss fassten die Trainer Nathalie und Renko noch einmal zusammen: „Besonders schön ist zu sehen, dass wir als Team zusammengewachsen sind und in den anderen Vereinen neue Ruderfreunde gefunden haben.“ Im nächsten Jahr findet der Bundeswettbewerb in Brandenburg statt. Und darauf freuen sich schon alle.

Text:                   Nathalie, Renko und Tom

Fotos:                Nathalie, Renko und rudern.de