Die Rudersaison ist in vollem Gange, unsere Junioren sind daher kaum noch daheim. Nach dem erfolgreichen Abschneiden in Köln sind die Aktiven bereits am nächsten Tag ins Trainingslager nach Breisach gereist, um die Pfingstferien für weitere Verbesserungen zu nutzen. Wegen der großen Hitze in der ersten Ferienwoche wurde schon morgens um 6h abgelegt, die 2. Einheit wurde am Abend absolviert. Da war dann auch noch Zeit für Regeneration, Essen und natürlich Stabi-Training. Einige wenige mussten familiäre Verpflichtungen wahrnehmen, sind aber schnellstmöglich wieder ins Boot zurück gekehrt – die ganze Truppe mit 13 Ruderern, Trainer René und Fahrer Hendrik sind heute Morgen nach Hamburg aufgebrochen.

Beim Abschluss-Training am Mittwochabend konnte man bereits den Umgang mit Wind und Wellen üben – wer in Heidelberg rudern kann, kommt überall zurecht.

Wie sieht das Programm in Hamburg aus?

Der Tag beginnt wieder mit dem Juniorinnen 4- der B-Juniorinnen. Die Mannschaft findet immer besser zusammen und man ist hoch motiviert, den Sieg aus Köln zu wiederholen. Allerdings gilt es, das starke Boot aus Mecklenburg-Vorpommern zu schlagen – diese Crew hatte in München den Bugball ganz vorne. Clara Voget und Hannah Mack sind mit den Kolleginnen Phyllis und Ella (Stuttgarter RG) jedenfalls in Topform.

Das Gleiche gilt für den 2- von Clara und Hannah: sie wollen auf jeden Fall das A-Finale am Sonntag erreichen und dort wieder ganz vorne mitfahren. Allerdings sind viele bisher unbekannte Zweier aus dem Norden am Start – mit einem funktionierenden Steuer sind unsere Mädels aber sehr schwer zu schlagen.

Im Doppelzweier der Junioren B LG ist der HRK wieder mit 2 1/2 Booten vertreten.

Die Überraschungssieger von Köln, Leo Neusius und Jonathan Karl Müller, treten in ihrer Abteilung direkt gegen unseren Top-Zweier Pascal Velasco-Hamann und Tobia Lovera an.  In der 5. Abteilung des 31- Boote-Feldes geht Paul Roder mit seinem neuen Partner Constantin Köster vom Mannheimer Regattaverband an den Start – der eigentliche Partner Carlo Johnsson hat schulische Verpflichtungen. Die bisherigen Erzrivalen aus Mainz reisen nicht nach Hamburg, Pascal und Tobia wollen auf jeden Fall schneller als ihre Hamburger Gegner sein und im A-Finale vorne mitfahren. Die beiden anderen Crews werden alles geben und spätestens in den Abteilungen am Sonntag um Siege kämpfen.

Später am Nachmittag treten Constantin, Paul, Pascal und Tobia mit Steuermann Leo noch im 4x+LG an- in diesem Boot wurden viele gemeinsame Km in Breisach zurückgelegt und am Sonntag will die Mannschaft mit den starken Gegnern aus NRW um den Sieg kämpfen. Für Leo gibt es dann noch einen Auftritt im 1xLG. Im ersten Jahr bei den B-Junioren will er es seinen Gegnern so schwer wie möglich machen – einige starke Boote aus dem Süden fehlen, seine Startnummer 1 sollte er bei aller Euphorie nicht als Verpflichtung sehen.

Für Felicia Marty gibt es eine große Herausforderung – sie wird gemeinsam mit Amanda Arnold im leichten 2x der A-Juniorinnen antreten, meldet also eine Altersklasse höher. Die beiden haben die Tage in Breisach für viele gemeinsame Einheiten genutzt und sind gut zusammengekommen. Für sie gibt es noch keine Vorerfahrungen in der Saison- also einsteigen, schnell losfahren und sehen, dass man sich vielleicht mit Platz 3 für das A-Finale qualifizieren kann.  Später treten beide noch im Einer an – Amanda bei den A-Juniorinnen, Felicia dann wieder im B-Bereich. Sie hofft auch hier auf das Erreichen des A-Finals, dafür muss sie in ihrer Abteilung den 2. Platz erreichen. In diesem Rennen tritt auch Luna Müssener an – sie hat sich im Trainingslager gesteigert, will sich stark präsentieren und gut vorbereitet sein, um sich im Hinblick auf die deutschen Jahrgangsmeisterschaften für die geplante Renngemeinschaft im 4x zur qualifizieren.

Gero Focken tritt in Hamburg ebenfalls im 2x LG zusammen mit Jonathan Neuer vom Hannoverschen RC an. Die beiden sind starke Einerfahrer, gemeinsam wollen sie das A-Finale erreichen und dort sehen, was geht. Gute 3h später startet Gero noch im Einer- hier will er eine solide Leistung zeigen und schon am Samstag vorne mitfahren.

René ist bei dieser Regatta auf die Groß-Leinwand angewiesen und wird keinen neuen Km-Rekord mit dem Fahrrad aufstellen. In Hamburg wartet gutes norddeutsch gemischtes Wetter mit teilweise starkem Wind – damit können wir – s.o. – umgehen. Es bleibt sogar ein wenig Zeit, um sich vom Hamburger Jung René die Schönheiten des Nordens zeigen zu lassen. Also wie immer: Haut rein!

Hier geht’s zum Livestream: https://lrv-hamburg.de/regatten/regatta-livestream/

Text:                   Kristiane Palm