Mädchenliga: Mission Titelverteidigung geschafft – SG Heidelberg wird erneut Deutscher Meister in der U15

Beim Finalturnier der Mädchenliga – der Deutschen Meisterschaft 2026 – traf die Spielgemeinschaft beim gastgebenden RK 03 Berlin im Modus Jeder-gegen-Jeden auf die ebenfalls qualifizierten Mannschaften SG NRW, Main Mädels und RK03/ St. Pauli.

Im ersten Spiel gegen RK03/ St. Pauli lief man völlig unerwartet und lange einem Rückstand hinterher, obwohl man die Gegnerinnen fast durchgehend in ihrer eigenen Hälfte hielt. Erst der dritte Versuch in der 13. Spielminute drehte das Spiel auf 19:14. Dieses Ergebnis musste nun so akzeptiert werden, bereitete den Betreuern und Fans Sorge aber setzte auch noch schlummernde Kräfte der Spielerinnen frei.

Beim nun zweiten von drei Endspielen traf man auf den Newcomer der Saison, die Main Mädels. Um deren spielerische Stärke bewusst, unterschätzte man diesmal den Gegner nicht. Die knappe Führung konnte in der zweiten Halbzeit noch mit einem erhöhten Versuch zum 14:5 ausgebaut werden. Aber es blieb bis zum Abpfiff ein Spiel auf Augenhöhe, wo jede Unachtsamkeit sofort vom Gegner erfolgreich genutzt wurde. Auf den Zuschauerrängen ist sogar eine Blutdruck-App angegangen und hatte Alarm ausgelöst.

Nun kam es zur abschließenden Ansetzung Tabellenerster gegen Tabellenzweiter der laufenden Saison nach 6 Qualifikationsturnieren. Die körperlich starke SG NRW kam früh mit 7 Punkten in Führung, bekam es aber nun mit einer SG Heidelberg zu tun, die diese Meisterschaft um jeden Preis wollte. Sie waren wieder im London-Modus … tunnelartiges, kompromissloses Abarbeiten der offensiven wie defensiven Aufgaben. Sie wurden zu einer Wand, durch die es kein Durchkommen mehr gab und die Gegnerinnen zu Fehlern zwang. Daraus resultierten vier eigene Versuche, und mit dem letzten der erlösende Abpfiff. Es war vollbracht. Der große Duck einer Titelverteidigung wurde von allen Spielerinnen hervorragend angenommen und ausgehalten. Ein großer Schritt in ihrer Entwicklung.

Für die SG Heidelberg spielten: Paulina Palacios Wollgast, Marie Schmidt (beide Heidelberger RK) – Veronica Stork-Budia (Heidelberger TV) – Carlotta Mühlenstädt (5, RG Heidelberg) – Marie Andermann, Ina Breisch (10), Charlotte Bresch, Emma Gnilka (10), Hilda Hottenrott, Wanda Radetzki (32), Luisa Straub (alle TSV Handschuhsheim).

Die Betreuung lag in den Händen von Sandra Gnilka (TSV), Mathias Jech (TSV) Anjum Khan (HTV), Friedrich Radetzki (TSV) und Lukas Schneider (HRK).