Mit einer beeindruckenden Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben sich die Herren des Heidelberger Ruderklubs einen verdienten 45:29-Sieg gegen den TSV Handschuhsheim erkämpft. Dabei sah es zu Beginn keineswegs nach einem deutlichen Erfolg aus, denn der HRK erwischte einen denkbar schwachen Start. Durch eigene, vermeidbare Fehler lud man den TSV förmlich ein, was die Gäste eiskalt ausnutzten. Die erste Halbzeit war insgesamt von taktischem Kickspiel geprägt, wobei die Handschuhsheimer den Rückenwind geschickt für sich nutzten. Der HRK ließ zudem hochkarätige Chancen kurz vor dem Malfeld liegen, da insbesondere die Gasse in der entscheidenden Zone kaum funktionierte.
Spielentscheidend war jedoch die Phase kurz vor dem Pausenpfiff, als die Defensive zahlreiche Phasen des TSV leidenschaftlich abwehrte und mit einem 10:17-Rückstand in Schlagdistanz blieb. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der Klub dann wie ausgewechselt. Mit dem nun eigenen Rückenwind wurde das Kickspiel deutlich effektiver, die Chancen wurden konsequenter genutzt und der vorgegebene Game Plan endlich diszipliniert umgesetzt. Trotz der deutlichen Steigerung bleibt die Chancenverwertung das Sorgenkind der Saison, da auch in der zweiten Hälfte noch einige Möglichkeiten ungenutzt blieben, woran das Team in den kommenden Wochen hart arbeiten muss.
Herausragend war an diesem Tag die geschlossene Mannschaftsleistung, die auch durch personelle Improvisation nicht ins Wanken geriet. So wurden bereits im Training zwei Außenspieler zu Flankern umfunktioniert, die in der zweiten Halbzeit maßgeblich zum Erfolg beitrugen. Besondere Erwähnung verdienen zudem Keo Wiedemann bei seinem ersten Start auf der 3 sowie Johannes Roll mit einem hervorragenden Debüt. Auch der Impact von der Bank war enorm, wobei insbesondere Markus Bachofer und Til Zahner das Angriffsspiel spürbar belebten. In 14 Tagen richtet sich der Fokus nun auf das Spiel gegen Luxemburg. Das Ziel ist klar definiert: Ein Sieg soll den Weg Richtung Top 4 ebnen und gleichzeitig den endgültigen Abstand zum Relegationsplatz sichern.