Eigentlich sollten die DJM und U-23-Meisterschaften auf dem Baldeneysee in Essen stattfinden – doch Laichkraut hat das verhindert. Dies ist eine neuartige Wasserpflanze, die sehr schnell wächst und sich mit ihren derben Fasern allen Mähversuchen widersetzt. Auf dem Baldeneysee können somit keine fairen Regatta-Bedingungen hergestellt werden.
Daher ist die Regatta gut 2 Wochen vor den ersten Vorläufen auf den Elfrather See nach Krefeld verlegt worden. Das war auch deshalb nur möglich, weil der Heidelberger Regatta-Verband seine neuen Startnachen für den 1500m-Start der B-Junioren kurzfristig zur Verfügung stellen konnte- wir Heidelberger zeigen uns also schon im Vorfeld von unserer besten Seite. Das soll natürlich auch sportlich gelingen.
Was erwartet uns?
Zunächst wird die Regatta erneut eine Hitzeschlacht. Dafür trainieren unsere Aktiven seit Tagen in der Mittagshitze und sind gut vorbereitet. Vor Ort wird man mit nassen Sonnenhüten und feuchten Trikots arbeiten und ist sich sicher – das stecken wir weg!
Es gibt große Meldefelder, das erfordert in den Kleinbooten teilweise 4 Rennen, um am Ende eine Medaille zu gewinnen zu können.
Der HRK tritt mit den bewährten Kräften aus der Saison an.
Unsere Riemen-Crew Clara Voget und Hannah Mack gehen im 2- und im Vierer-ohne-Steuerfrau an den Start. Nach dem Sieg im 4- zusammen mit Phyllis und Ellis von der Stuttgarter RG gegen die Landesauswahl von Mecklenburg-Vorpommern in Hamburg wissen sie, dass auch körperlich deutlich überlegene Gegnerinnen zu schlagen sind. Die Ruderinnen aus dem Nordosten werden aber auch ihre Lehren gezogen haben und sinnen auf Revanche! Es geht also schon beim ersten Rennen am Sonntag um 9.35h richtig zur Sache. Im Zweier ohne Stfr. treten 13 Boote an, unserer Juniorinnen haben bereits alle geschlagen! Da ist die Hoffnung groß, dass das auch bei den Jahrgangsmeisterschaften gelingen wird.
Zu unseren leichten B-Junioren: während des ersten WM-Spiels der deutschen Mannschaft war ein harter Schlag zu verkraften, als sich Leo Neusius bei einem munteren Trainingskick ohne Feindeinwirkung einen operationswürdigen Unterarmbruch zuzog. Damit ist die Saison für ihn vorbei, was auch für seinen Doppelzweier-Partner Jonathan Karl Müller aus Eberbach eine schwierige Situation darstellt. Zum Glück kann Carlo Johnsson einspringen, und damit treten 2 leichte 2x der Junioren-B aus unserer Trainingsgruppe in Krefeld an.
Pascal Velasco-Hamann und Tobia Lovera gehören nach den Siegen in mehreren A-Finals der großen Junioren-Regatten durchaus zum engeren Favoritenkreis. 20 Boote sind in diesem Rennen gemeldet- das bedeutet mindestens Vorlauf (möglichst kein Hoffnungslauf), Halbfinale und hoffentlich großes Finale am Sonntag.
Pascal und Tobia haben dann 6h Zeit, um zu regenerieren und sich für das 2. Rennen des Tages im 4x mit Stm. fit zu machen. Hier treten sie in bewährter Weise zusammen mit Paul Roder und Konstantin Köster vom Regattaverband Mannheim an. Sie werden von Carlo gesteuert und hoffen, mit 2 frischen Aktiven die Konkurrenz aus Hamburg und NRW besiegen zu können.
Felicia Marty hat ihren Einer weiter flott gemacht und tritt gegen 15 Gegnerinnen im Lgw. – Juniorinnen-Einer B an. Ihr Ziel ist das Erreichen des großen Finales – wenn alles klappt, ist das durchaus realistisch.
Später am Tag ist sie noch Steuerfrau im leichten 4x aus Nürtingen und Stuttgart. Hier trifft sie auf Luna Müssener an, die gemeinsam mit Ruderinnen aus Nürtingen, Breisach und Mannheim ihr Bestes geben wird. Diese Crew wird von Hannah Mack gesteuert.
Gero Focken macht am Samstag einen Ausflug zu den B-Senioren und fährt leichten Achter. Bei 4 gemeldeten Booten gibt es am Freitag ein Bahn-Verteilungsrennen und am SA-Spätnachmittag das Finale. Mindestens am Start werden sie vorne liegen mit den meisten gemeldeten Vereinen in einem Boot. Danach ist alles eine große Wundertüte. Daneben geht Gero wieder im leichten Einer an den Start- ihn erwartet ein großes Feld mit 17 Booten und entsprechend vielen Rennen, um möglichst das Finale zu erreichen. Da ist richtig großer Kampf und Einsatz notwendig!
Unser Trainer René hat alle Aktiven akribisch vorbereitet und sämtliche Eventualitäten analysiert. Alle sind fit – jetzt heißt es richtig Gas geben und alles geben, was die letzten Monate erarbeitet wurde! Wir drücken allen unseren Aktiven und ihrem Trainer die Daumen und sind voller Vorfreude auf großartige Rennen!
Auf geht´s, haut rein!
Text: Kristiane Palm
Foto: rudern.de
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