Heidelberger Ruderklub 1872 e.V.

Rund um den Kühkopf – in diesem Jahr mit Alternativstrecke

Der Veranstalter schreibt es sehr nett auf seiner Homepage: ‚Rund um den Kühkopf‘ ist eine 22,3 km Langstreckenveranstaltung mit Leistungsnachweis. Es handelt sich um eine frei vereinbarte Breitensportveranstaltung, bei der die Ruderwettkampfregeln des DRV keine Anwendung finden. Seit dem 30.09.1978 gibt es diese Regatta. Der Ruderclub Neptun Darmstadt liegt direkt vor der Haustür, man kann auch noch auf dem Rhein rudern, da wollten wir hin.

Die Anreise mit dem Bootshänger dauerte nur 45 Minuten, als Meldegeld waren freundliche 10,- € pro Rudersitz zu entrichten. Ausgeschrieben waren Gigboote, vom Einer bis zum gesteuerten Vierer, auch Altersklassen und Mixed-Boote. Das Mannschaftshandicap wird aus dem arithmetischen Mittelwert der Einzel-Handicaps ermittelt. Die tatsächlich benötigte Zeit wird mit diesem Faktor multipliziert und das Ergebnis für die Wertung herangezogen. Eine Unterscheidung der Zeiten der Bootsklassen gab es übrigens nicht. Die Boote starteten individuell ab 9:00 Uhr fliegend und sollten vor 14h30 das Ziel wieder erreicht haben.

Der Empfang der HRK-Aktiven war nett und gastfreundlich, kalte und warme Getränke sowie Kuchen, Grillwürstchen und Steaks wurden angeboten. Vom HRK war der gemischte Doppelvierer mit Meike Hilbering, Evi Schier, Jens Hottenrot, Gerd Finger und Steuermann Manfred Michaux im Karl Wagenbach am Start sowie der Doppel-Thomas-Doppelzweier (Ruprecht und Palm), in der Heidelberger Volksbank.

Wenige Tage vor dem Wettkampf war der Rheinpegel so niedrig, dass die Vorsitzende an die Teilnehmenden schrieb: „es ist die schlimmste Situation, die ich mir vorstellen kann. Die Prognose für die nächste Woche ist so ungewiss, dass es heute unmöglich ist zu sagen, ob der Wasserstand am kommenden Samstag für „RundUm“ ausreicht“. Und so kam es auch: der Altrhein oberhalb des RC Neptun Darmstadt konnte nicht befahren werden, es fehlte das Wasser. Die Veranstalter waren allerdings erfinderisch und boten eine Alternativstrecke an, die einen Kilometer unterhalb des Neptunen-Bootshauses altrheinabwärts begann, dann knapp 3 Kilometer stromaufwärts auf den neuen Rhein führte und wieder zurück. Diese 20 km-Strecke musste von den Mannschaften selbst erfasst werden: per Smartwatch, Handy oder Speedcoach. Und das funktionierte zur Zufriedenheit aller sehr gut.

Thomas Ruprecht und Thomas Palm benötigten 1h39,00, der gesteuerte HRK-Doppelvierer 1h50,15. Die Siegerehrung wurde von der Vorsitzenden Isabelle Pignède höchstpersönlich durchgeführt. Mitten in der samstäglichen Regattaorganisation fehlte in einem Frauenboot eine Mitruderin, sie ließ es sich nicht nehmen und sprang kurzfristig ein.

Hinterher waren wir alle froh, dass alles so gut geklappt hat – am Nachmittag lagen die Boote um 17h00 schon wieder aufgeriggert im HRK-Bootshaus. Im nächsten Jahr wollen wir wieder starten. Bis dahin werden wir aber noch fleißig die Werbetrommel rühren, um weitere HRK-Aktive für die Teilnahme in 2027 zu gewinnen. Einfach eine tolle Veranstaltung.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und dem ‚Ruderclub Neptun Darmstadt e.V.‘ findet Ihr hier: www.rcn-darmstadt.de.

Text:                  Thomas Palm

Foto´s:             Neptun Darmstadt, Schorle-Ralf und andere.

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