Dreimal Silber für die Heidelberger Ruderer auf den Deutschen Meisterschaften und die Nominierung für die European University Games 2020 in Belgrad.

Auf der Regattastrecke im Südosten der Hansestadt begannen beistrahlendem Sonnenschein, fast Windstille und sommerlichen Temperaturen die vierfachen Deutschen Meisterschaften.  Diese optimalen Bedingungen änderten sich im Laufe des Wettkampfes.

Dass die vier Veranstaltungen (106. Deutsche Meisterschaften im Großboot -, 72. Deutsche Hochschulmeisterschaft, 2. Offene Deutsche Masters Meisterschaften, 1. Deutsche Meisterschaften im Pararudern) als gemeinsame Regatta zusammen durchgeführt werden stellt eine Neuheit dar.  Fast 800 Boote kämpften um die Meistertitel. Die größte Flotte stellten die Masters-Ruderer mit knapp 380 Booten, gefolgt von den Studierenden mit rund 280. Zudem waren mehr als 100 Groß- und vier Para-Boote am Start.

Durch die überschaubare Streckenlänge von 1000 Meter für die erfahrenen Aktiven, die 400 Meter Distanz für Anfänger (Studenten) sowie die Vielzahl an Boots- und Altersklassen strahlt die Veranstaltung besondere Attraktivität für die Aktiven aus, ebenso dürfen sich Zuschauerinnen und Zuschauer und Zaungäste über ein breit gefächertes Sportgeschehen freuen.

Dabei war die Universität Heidelberg sowie der HRK mit insgesamt 18 RuderInnen stark vertreten. Besonders erfolgreich war Berkay Günes vom HRK der zusammen mit seinem Zweierpartner Sam Vasquez-Fischer im leichten Doppelzweier den Vizemeistertitel auf den Großbootmeisterschaften erkämpfte. Beide waren bereits vor 10 Tagen auf den Deutschen U23 Meisterschaften gestartet. Nach einem gelungenen Start lagen sie zur Streckenhälfte um eine Bootslänge vorne, jedoch mussten Ihre Dominanz dann an den erfahreneren Gegner aus Frankfurt, Johannes Ursprung und Julian Schneider, beide WM Teilnehmer, abtreten. Nichtsdestotrotz verteidigten sie mit Schlagzahl von über 45 Schlägen in der Minute den Vizetitel.

Berkay, Physikstudent an der Universität Heidelberg, kürte das erfolgreiche Wochenende mit einem Sieg im leichten Senioreneiner auf den Hochschulmeisterschaften und wurde damit für die Europäischen Hochschulmeisterschaften 2020 in Serbien nominiert.

Bei den zeitgleich stattfindenden Deutschen Mastersmeisterschaften zeigte Gisela Makowski ebenfalls eine starke Performence und ruderte im Einer sowie im Doppelvierer (Renngemeinschaft Waldshut) zweimal zu Edelmetall.

Bérénice debütierte im Challenge Einer, d.h. Kategorie Rennboot und wenig Rennerfahrung. Nach zwei Vorläufen qualifizierte sie sich für das Finale. Dort konnte sie noch ein weiteres Boot hinter sich lassen und den 5. Platz belegen.

Die Doktoranten der Universität Heidelberg Alexander Archner und Christopher Herpel qualifizierten sich im Senioren Zweier ohne Steuermann über den Vorlauf für das Finale, in dem sie den vierten Platz belegten. Zusammen mit Christian Warnecke und Jan Scholl starteten sie auch im Männer Vierer ohne Steuermann auf den Hochschulmeisterschaften und holten sich die Silbermedaille. Die Mannschaft war bereits am Vortag sehr selbstsicher gestimmt und zeigte trotz plötzlich stark anhaltendem Schubwind einen sauberen Start und eine stabile Technik. Nachdem der Vierer-ohne-Lauf mit starkem Wind und Wellengang konfrontiert wurde, fiel die Entscheidung aus dem Regattabüro, wegen der schlechten Witterungsverhältnisse die übrigen Rennen abzusagen. Damit entfielen Das Einer Finale, der Zweier ohne für Gisela und der Achtersprint (Renngemeinschaft Uni Heidelberg und Erlangen)

Fazit: Heiße Temperaturen, großer Support aus der Basis am Neckar, ein Wiedersehen mit Katha Peters (Vielen Dank für die deliziöse Kuchenspende) und der studentischen Ruderfamilie.

Vielen Dank an die Organisation durch Christian Warnecke, an den HRK für das Bootsmaterial und die Universität Heidelberg für die finanzielle Unterstützung!