Der Heidelberger Ruderklub bestätigt seinen Aufwärtstrend gegen den aktuellen Tabellenführer SC 1880 Frankfurt in eindrucksvoller Manier und konnte die Gäste vom Main, trotz 30 Minuten in Unterzahl, mit 43:24 klar bezwingen.

Es war das erwartete Spiel auf hohem Niveau, bei dem der HRK, trotz Unterzahl nach früher gelber Karte gegen Zeiler, nach wenigen Minuten mit einem Versuch durch Felix Lammers an der Eckfahne in Führung gehen konnte. Über die kompletten 80 Minuten entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes und attraktives Spiel, das die rund 250 Zuschauer bei nasskaltem Aprilwetter warmhielt. Der Siegesgarant an diesem Tag war die sattelfeste Verteidigung des Ruderklubs. Zu Beginn des Spiels traten die Frankfurter ihre Straftritte auch aus aussichtsreichen Positionen noch in die Gasse, doch schon nach 15 Minuten war den Gästen klar, dass es heute ein arbeitsreicher Tag werden würde. So verkürzten sie per Straftritt durch Ex-Klubler Parkinson auf 5:3. In der Folge erhöhte der Ruderklub das Tempo und begann aus allen Lagen anzugreifen. Den Versuch des Tages erzielte kurz vor der Halbzeit Felix Lammers, nachdem der HRK vom Gedränge auf der eigenen 5m Linie angriff und der Ball nach mehreren Offloads am Ende bei Nationalspieler Lammers landete, der mit einem feinem Überkick den gegnerischen Außen überlistete und zum Versuch ablegen konnte. Ein weiterer Versuch durch Vollenkemper unter den Stangen, sicher erhöht vom erneut glänzend kickenden Steffen Liebig, besorgte den 19:3 Halbzeitstand.

In der 2. Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Frankfurt fand einfach keine Mittel gegen die starke Klubverteidigung. Der HRK wiederum machte das Spiel schnell und konnte mit seinem an diesem Tag unberechenbaren Angriff ein ums andere Mal für Gefahr sorgen. Erst baute Kapitän Liebig die Führung per Straftritt auf 22:3 aus, ehe drei sehenswert herausgespielte Versuche durch Barber, Schröder und Hohl sowie erfolgreiche Erhöhungen von Kapitän Liebig aus schwierigen Lagen das Ergebnis auf 43:3 schraubten. Trainer Pieter Jordaan konnte sich gegen Ende der Partie sogar den Luxus erlauben seine Leistungsträger frühzeitig vom Feld zu nehmen, was die Frankfurter, begünstigt durch zwei gelbe Karten gegen Schmidt und Lammers in der Schlussphase, für Ergebniskosmetik nutzen konnte.

Der HRK hat gegen Frankfurt erstmals sein ganzes Potenzial abgerufen und wird mit der Rückkehr von Leistungsträgern wie Julio Rodriguez, Sascha Fraser, Matthias Liebig und Patrick Schliwa in den verbleibenden Spielen an diese Leistungen anknüpfen müssen, um in der Abschlusstabelle doch noch den 3. Tabellenplatz erreichen zu können – nach dem turbulenten Sommer und dem Verlust einer nahezu vollständigen Mannschaft sind die bis dato gezeigten Leistungen  schon jetzt ein Ausrufezeichen hinter der Arbeit des Teams um Trainer Pieter Jordaan.

So spielte der Klub
1 Schröder 2 Barber 3 Zeiler 4 Aydin 5 Michels 6 Ovchinnikov 7 Rehm 8 Vollenkemper 9 Armstrong 10 Hohl 11 Vassiliadis 12 L. Malaizier 13 S. Liebig 14 Lammers 15 J. Malaizier

16 Schmidt (65. Schröder) 17 Biskupek (60. Ovchinnikov) 18 Ulka (40. Zeiler) 19 Kerber (60. Aydin) 20 Ruthenberg (65. Vassiliadis) 21 Gantz (72. Liebig) 22 Kleebauer (60. Barber)

The Dubliner Man of the Match
Hintermannschaft

Punkte für den Klub
S. Liebig (14) Lammers (10) Schröder (5) Hohl (5) Barber (5) Vollenkemper (5)