Es war das erwartet harte Auswärtsspiel für den Heidelberger Ruderklub, der sich nach einem 3:21 Rückstand zum Pausentee in der 2. Halbzeit mit einer starken Leistung zurückmeldete und letztendlich verdient mit 20:26 den Timisoara Saracens unterlag. Im Rückspiel am 21. April muss der Klub nun diese Sechs Punkte Differenz aufholen, um sich für den European Challenge Cup zu qualifizieren.

Der HRK erwischte einen mäßigen Start in die Partie und setzte sich durch viele unnötige Fehler selbst unter Druck. Unter dem Dauerangriff der physisch sehr starken Rumänen geriet die sonst so sattelfeste Verteidigung des amtierenden Deutschen Meisters ein ums andere Mal ins Schwimmen, was zu drei erfolgreich erhöhten Versuchen der Saracens führte. Der HRK schaffte es kaum für Entlastung zu sorgen und konnte sich nur ein einziges Mal in der Hälfte der Gastgeber festsetzen, was prompt mit einem verwandelten Straftritt durch Parkinson belohnt wurde. Der 3:21 Halbzeitstand aus Sicht des Klubs ging auch in der Höhe in Ordnung.

In der 2. Halbzeit und nun mit dem starken Wind im Rücken präsentierte sich der Klub aber wie ausgewechselt. Zum ersten Mal wurden mehrere Phasen hintereinander gespielt, wodurch der HRK endlich Druck auf die gegnerische Verteidigung ausüben konnte. Die überlegene Fitness und ein deutlich verbessertes Kickspiel trugen ihren Teil dazu bei, dass der HRK nun das Spiel tiefer in die Hälfte der Gastgeber verlagern konnte. Belohnt wurde die Leistungssteigerung erstmals durch den Versuch von Neuzugang Siegfried Fisi’ihoi, der nach einem starken Lauf von Otto unter den Malstangen ablegen konnte. Parkinsons Erhöhung zum 10:21 war kein Problem. Im Gegenzug waren es dann aber die Gastgeber, die mit einem erfolgreichen Konterangriff, bei dem sich Spielmacher Hagen Schulte zu allem Überfluss eine Gehirnerschütterung zuzog, für die Vorentscheidung sorgten. Die letzten Minuten gehörten dann aber wieder dem läuferisch und technisch überlegenen Klub, der in der Schlussminute durch Coetzee nochmal ins Malfeld der Saracens eintauchen konnte. Der schwere Kick von der Außenlinie durch Parkinson verkürzte den Rückstand auf 17:26. Der Wiederankick sollte dann die letzte Aktion des Spiels werden und der HRK warf noch einmal alles nach vorne. Nach mehreren Phasen unter der abgelaufenen Uhr gelang es dem Klub tatsächlich noch einmal einen Straftritt tief in der gegnerischen Hälfte herauszuholen, den Parkinson traumwandlerisch sicher zum 20:26 Endstand verwandelte.

Die Aufholjagd mit 10 Punkten in den letzten beiden Minuten könnte sich als Gold wert erweisen, reicht dem HRK im Rückspiel am 21. April doch nun schon bereits ein Sieg mit einem erhöhten Versuch Unterschied anstatt eines wohl kaum noch aufholbaren 16 Punkte Rückstandes.

Hinweis: Der vergünstigte Ticketvorverkauf (Erwachsene 8€) für das Rückspiel am 21. April startet nächste Woche. Tickets können u.a. im HRK-Klubhaus, in der HRK-Geschäftsstelle und im Dubliner erworben werden.

 

So spielte der Klub

1 Jörn Schröder (50. Fisi’ihoi) 2 Dasch Barber (74. Fairhurst) 3 Samy Füchsel (74. Dickinson) 4 Michael Poppmeier (74. Vollenkemper) 5 Julio Rodriguez (74. Ball) 6 Jaco Otto (68. Els) 7 Sebastian Ferreira 8 Ayron Schramm 9 Sean Armstrong 10 Hagen Schulte (65. Lammers) 11 Pierre Mathurin 12 Raynor Parkinson 13 Wynston Cameron-Dow 14 Steffen Liebig (41. Hittel) 15 Marcel Coetzee

16 Mark Fairhurst 17 Siegfried Fisi’ihoi 18 Antony Dickinson 19 Timo Vollenkemper 20 Luis Ball 21 Robert Hittel 22 Jarrid Els 23 Felix Lammers