Nach den Touren 2014 Porto und 2016 Malaga stand diesmal Catania in Sizilien auf dem Programm. Die Oldies der Rugbyabteilung des Heidelberger Ruderklub starteten am Mittwoch, den 07. März 2018 um 4:00 Uhr pünktlich nach Catania. Es hatten sich 44 Teilnehmer eingefunden. Ein Oldie war leider erkrankt und konnte die Reise nicht mitmachen, ein Anderer ist am Freitag, beruflich bedingt, nachgereist, sodass wir mit einer Rekordbeteiligung von 45 Oldies in Sizilien weilten.

Mit dem Bus ging es zum Flughafen nach Frankfurt. Der Abflug mit Ryanair erfolgte um 07:05 Uhr pünktlich. Ankunft in Catania war dann nach einer Flugzeit von 2:30 Stunden gegen 09:30. Uhr. Nach Empfang unseres Gepäcks ging es dann zum Bus der uns bereits erwartete um uns ins Hotel Mediterraneo (Best Western) zu bringen. Das Einchecken ins Hotel konnte jedoch erst um 14:00 Uhr erfolgen, sodass wir unser Gepäck im Hotel zwischenlagern mussten.

In einzelnen Gruppen wurde dann die nähere Umgebung erkundet und auch die Möglichkeit der Nahrungsaufnahme mit einbezogen. Nach der Belegung der Zimmer ging es dann in mehr oder weniger kleinen Gruppen an die weitere Erkundung von Catania. An der Bar ließ man dann den Tag ausklingen.

Der Donnerstag wurde dann der Kultur gewidmet. Die arrangierte Stadtführerin erklärte und zeigte uns dann die Sehenswürdigkeiten von Catania, soweit es im Rahmen der gebuchten Zeit von 4 Stunden möglich war. Catania ist die, mit über 350 tsd. Einwohner, zweitgrößte Stadt von Sizilien. Palermo ist die Hauptstadt der Region Sizilien.

Catania wurde 729 v. Chr. Von Griechen gegründet und noch heute sind die Spuren der Vergangenheit zu sehen. Der Einfluss der römischen und spanischen Besatzer ist noch gegenwärtig. Davon zeugen die Arena und einige monumentale Gebäude. Am Stadtpark der „Villa Bellini“ ist der Botanische Garten von Catania.

in Rundgang durch den Fischmarkt um das Treiben und Getümmel zu sehen, durfte nicht fehlen. Eine Pause von ca. 30 Minuten gab dann Gelegenheit etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Ein besonderes Objekt ist auch die „Fontana dell`Elefante“ (Elefantenbrunnen) ein aus schwarzem Granit des Ätna gehauener Elefant mit aufgesetztem weißen Obelisk. Im Jahr 1693 wurde die Stadt durch ein Erdbeben schwer beschädigt.Hierbei schoben sich die afrikanische Kontinentalplatte unter die europäische Platte. An der Küste Catanias sind hoch aufragende Felsen zu sehen die von diesem Ereignis zeugen. Catania ist eine Barockstadt. Der Barock wird hier als sizilianischer Barock bezeichnet. Auf Grund dessen wurde die Altstadt von Catania zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Der Rest des Tages stand dann zur freien Verfügung.

Am Freitag trafen wir uns um 8:45 in der Hotellobby mit dem Reiseführer. Für diesen Tag stand ein Bus zur Verfügung welcher uns nach Castiglione di Sicilia brachte, ein typisches sizilianisches Bergdorf mit kleinen verwinkelten Gassen. Hier stiegen wir auf  zur  Festung Di Lauria, diese war leider nicht geöffnet.

Ein Ausgleich brachte dann ein Einblick in eine kleine, familiär geführte Käserei.  Auf der Rückfahrt konnten wir von der Autobahn aus die Ortschaft Taormina sehen. Sie wird auch die Perle Siziliens genannt. Anschließend ging es  zum Weingut „Cantine Russo“ welches von der Familie in der 4ten Generation betrieben wird. Weinbau gibt es in dieser Region bereits seit 1860 durch die Familie Russo. Das Unternehmen wurde jeweils an die nächste Generation übergeben. Heute wird das Weingut von Sen. Russo, dessen Tochter Gina und Ehemann Francesco geführt.

Es gibt in Sizilien noch zwei weitere Niederlassungen von „Cantine Russo“. Es fand eine Betriebs- und Weinbergbesichtigung statt. Heute wird in großen Weingütern der Wein sehr selten im Keller gelagert, sondern in großen Edelstahl-Tanks aufbewahrt und in Flaschen abgefüllt. Dieser Betrieb hatte bereits die Größe einer kleinen Genossenschaft.

Nach der Besichtigung fand im Gästeraum die Wein Verkostung statt. Hierbei kamen drei erlesene Weine zum Ausschank. Ein „Luce di lava“ white, ein „Luce di lava“ red und ein “Rampante” rosè.   Die Weine wurden zu einem Drei-Gänge-Menu gereicht. Satt und zufrieden wurde dann um ca. 15:00 Uhr die Fahrt zum Ätna angetreten. Die Fahrt endete dann in einem Lavafeld welches im September /Oktober 2002 bei einem letzten großen Ausbruch entstanden ist.

Damals öffneten sich innerhalb weniger Stunden 26 Nebenkrater. Auch durch die einhergehenden Erdbeben wurde die touristische Station auf der Nordseite komplett zerstört.  Die Aktivität dauerte damals ca. 10 Tage. Die Spuren des Ausbruchs sind heute noch deutlich zu sehen. Die Aktivität hat sich dann auf den Südhang verlagert und dauerte dort ca. 2 Monate. Die Situation hat sich dann im Januar 2003 wieder beruhigt. Es wurde dann wieder eine Straße gebaut, diese ist aber wieder weggeschmolzen, da der Untergrund noch zu warm war (wurde Besichtigt). Die danach gebaute Straße hat dann gehalten. Die Lava hat beim Austritt ca. 1.300 Grad und kühlt dann beim Fließen auf ca. 700 Grad ab. Die Temperatur kann bis zum völligen erkalten 10 Jahre anhalten.

Die Spuren eines Ausbruchs kann man nicht beschreiben, man muss es gesehen haben.  Hier erfuhren wir auch genaueres über das Verhalten des Ätna, der von den Sizilianern als „Die (Frau) E(Ä)tna“ bezeichnet wird. Bei der Rückfahrt, durch alte Lavafelder, erhielten wir dann weitere Informationen über die Geschichte der Ausbrüche und Zerstörungen des Ätna in den zurückliegenden 200 Jahren. Die letzte kleinere Aktivität war im Mai 2017, hat etwa 2-3 Tage angehalten aber keine weiteren Schäden verursacht. Die Höhe des Ätna liegt bei ca. 3.345 Meter, ist jedoch nicht konstant.

Im Hotel angekommen, war dann allgemeine Gemütlichkeit angesagt.

Der Samstag war  als Wettkampftag ausgemacht. Wir trafen uns am Nachmittag gegen 14:15 Uhr zur Fahrt per Bus zum Sportstadion des „CUS Catania Old Rugby“. Eine große städtische Anlage.

Die Sportbegegnung wurde als kleines Turnier ausgetragen. Eine weitere Mannschaft, die „Old Rugby Amatori Catania“ haben sich an dem Turnier beteiligt. Es wurde jeweils in 2×15 Minuten gespielt. Der HRK spielte zuerst gegen CUS. Anschließend spielte CUS  gegen Amatori und danach trat der HRK  gegen Amatori an. Bei Freundschaftsspielen sind Ergebnisse Schall und Rauch deshalb erscheint hier auch kein Ergebnis. Es bleibt aber festzuhalten, dass der HRK stark aufgetreten ist und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt hat.

Beim abschließenden Bankett gab es Wein und ein Drei Gänge Menu. Einen starken Eindruck hinterließ Markus, der von der Bühne „Alt-Heidelberg du feine“ schmetterte. Er wurde natürlich mit kräftigen Stimmen unterstütz, wir wollten ja unseren Gastgebern nicht nachstehen. Anschließend ging es wieder zurück ins Hotel, wo jeder den Tag je nach Verfassung (Blessuren) ausklingen ließ.

Der Sonntag wurde dann für eigene Unternehmungen genutzt. Hier konnte man auch feststellen, dass es die öffentlichen Verkehrsmittel mit der Pünktlicheit nicht sehr genau nehmen. Die Folgen sind Wartezeiten und notwendige Taxifahrten. Trotzdem ließ man sich den Tag nicht vermiesen. In Gruppen wurde das weitere Umfeld von Catania erkundet zu Fahrten nach Taormina, der Perle Siziliens oder an der Küste entlang. Die Küste ist geprägt durch Lavazungen die in das Meer reichen, dadurch ist die Küste stark zerklüftet. Der Sonntag endete dann mit unserem gemeinsamen üblichen Abschluss-Abendessen. Es gab die traditionelle sizilianische Küche mit Teigwaren und Fisch sowie Fleisch (auch Pferd) und als Getränke Wein und Bier. Der Abend endete dann je nach Laune zu später Stunde.

Es ist Montag. Die wenigen Stunden zur Abfahrt bzw. Flug werden individuell verbracht. Das Gepäck wurde zwischenzeitlich, bis der Bus kommt, im Hotel zwischengelagert. Abfahrt zum Flughafen erfolgte um 16:00 Uhr. Das Einchecken erfolgte problemlos. Mit 30 Minuten Verspätung erfolgte der Start nach Frankfurt. Nach Empfang des Gepäcks musste nur noch der Bus gesucht werden und zurück ging es nach Heidelberg. Ankunft in Heidelberg ca. 01:00 Uhr, womit auch diese Reise ihr Ende gefunden hatte.

Wie bei den Touren vorher gab es natürlich auch diesmal wieder das traditionelle Tour-Outfit (Gehrock, Zylinder und Spazierstock). Unser Sheriff  musste wiederholt  wegen Vergehen gegen die Tour-Regeln Strafen aussprechen. Die Sünder waren Hans-Peter, Klaus, Rudi, Markus und Uwe.

Abschließend noch einen großen Dank an die Verantwortlichen, die im Teamwork diese Tour organisiert und durchgeführt haben.

Dies sind: Roy, Andy, Peter, Pille, Manne, Michael, Uwe  und die med. Abteilung.