Neujahrsempfang mit Skype-Gespräch

Der Heidelberger Ruderklub kam 2017 in den Medien ganz groß raus. Dies durch die „Royale Regatta“ mit William und Kate am 20. Juli. Der Besuch der britischen Hoheiten in Heidelberg war natürlich mit einem Riesenaufwand verbunden, doch für den Verein hat sich das gelohnt. Nicht nur, weil es nun in der Klubzeitung Aufregendes zu berichten gibt. Friedrich von Bohlen, Vizepräsident des Vereins, stiftete nach dem Ereignis zwei Renn-Zweier, die auf die Namen William und Kate getauft wurden. Beim Neujahrsempfang in den Vereinsräumen erinnerte Präsident Dr. Michael Stittgen auch an die sportlichen Höhepunkte im letzten Jahr. Was wiederum mit einer Skype-Schaltung zu Lisa Gutfleisch verbunden war, die als Deutsche Juniorenmeisterin im Einer, Vizeeuropameisterin im Doppelvierer und als Teilnehmerin im WM-Finale für Schlagzeilen sorgte, ehe sie sich innerhalb eines Stipendiums zum Studium in die USA verabschiedete. Im Mai wird sie zurück kommen und wieder auf dem Neckar trainieren. Ein Mal Gold, drei Mal Silber und sechs Mal Bronze gab es für den HRK bei den Landesmeisterschaften im Rudern in Breisach, bei den Studentenmeisterschaften in Serbien wurden Lucas Gropengießer und Jan Scholl Dritte. „Der Pokal ist wieder da, wo er hingehört“ lautete die Botschaft bezüglich der Deutschen Meisterschaft, den die Rugby-Herrenmannschaft bei einem spannenden Endspiel gegen den TV Pforzheim in Berlin nach Heidelberg zurück holte.

Laut Claus-Peter Bach, Vorsitzender des baden-württembergischen Rugby-Verbands, war das eine tolle Leistung, kommen aber außer in dieser Sportart aber schon lange keine Titel mehr in die Stadt. Für die Sieger gab es beim Neujahrsempfang ein Glas mit Vereinswappen – und Rotwein für die älteren Herren, die dem Verein mit derzeit rund 730 Mitgliedern seit Jahrzehnten die Treue halten. Walter Foitzik und Karl-Heinz Zipperer sind seit 70 Jahren dabei. Günter Lang bringt es auf 60 Jahre, Hartwig Poth auf 50. Roy Francis, Thomas Maraun, Uwe Treiber und Michael Gissler gehören dem HRK seit 40 Jahren an, Vanessa Munn, Malte Bieriger und Christopher Liebig seit 25. Ein Blick in die Zukunft. Beim Anrudern im Frühjahr würde der Verein gern einen neuen Doppelvierer der jüngsten Generation (Leichtbauweise/niedriger Einstieg) samt Bootshänger taufen. Die Neuanschaffungen sollten durch Spenden finanziert werden. „Wir schaffen das“ heißt es in einem entsprechenden Aufruf in der Klubzeitung.

Längst ausgemustert, aber noch erhalten, war der Klinker-Vierer aus den 1920-er Jahren- Vier Vereinsmitglieder haben das Boot mit den dachziegelartig angeordneten Außenhautplanken restauriert und als Deko unter der Decke auf der Terrasse im Club-Restaurant „Zum Achter“ angebracht.

Beim Neujahrsempfang übergab der Vorsitzende zwei Mal den Pauli-Menold-Preis, der in den Sportarten Rudern und Rugby vergeben wird und von seinem Namensgeber auf je 250 Euro datiert ist. Als Mann für schnelle Lösungen und begnadeter „Schrauber“ erhielt ihn Philipp Wessels. Er ist auch als erster zur Stelle, wenn Hochwasser droht und etwas in Sicherheit zu bringen ist. Zweite Preisträgerin ist Melanie Brenner, die im Bereich Rugby als Trainerin und Managerin aktiv ist.

RNZ (KAZ)

2018-01-25T16:20:22+00:00