HRK zieht in Continental Shield Finale ein

Der HRK ist seinem großen Ziel im kommenden Jahr am European Challenge Cup teilzunehmen einen großen Schritt nähergekommen. In einer hart umkämpften Partie rang der Ruderklub den heimstarken italienischen Meister Pataro Calvisano mit 13:17 nieder, was nach dem 34:29 Hinspielsieg den Einzug ins Finale des Continental Shield Wettbewerbes perfekt machte. Dort wartet der rumänische Spitzenklub Timisoara Saracens.

Es war der erwartete Sturmlauf der Gastgeber, dem der Ruderklub über 80 Minuten eine knallharte Defensive dagegenhalten musste. Trotz einer stabilen und aggressiven Verteidigung, die die italienischen Fernsehkommentatoren mehrmals mit „squadra aggressiva“ betitelten, waren es die Italiener, die per Straftritt mit 3:0 in Führung gehen konnten. Der HRK blieb jedoch ruhig und kam nun immer besser ins Spiel. Ein schnell vorgetragener Angriff der starken Achse Els-Armstrong-Schulte landete per Kreuzkick in den Armen von Steffen Liebig, der an der Eckfahne zum ersten und einzigen Klubversuch des Tages ablegen konnte. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit besorgten die Kicker beider Teams jeweils per Straftkicks den 6:11 Pausenstand.

Starke kämpferische Leistung sichert Sieg in Unterzahl

Die ersten 20 Minuten der 2. Halbzeit, die der Klub nach gelben Karten gegen Samy Füchsel und Marcel Henn in Unterzahl bestritt, waren dann eine taktische Meisterleistung. Clevere Kicks und ein starkes Nachsetzen setzen die in Überzahl spielenden Italiener ein ums andere Mal unter starken Druck, sodass die Kicker Raynor Parkinson und Marcel Coetzee aus 50m die fälligen Strafkicks verwandeln und die Führung auf 6:17 ausbauen konnten. Nach einer weiteren gelben Karte gegen Kapitän Michael Poppmeier und einigen leichtsinnigen Ballverlusten drohte das Spiel allerdings nochmal zu kippen.

Die Italiener setzten sich nun vor dem HRK-Malfeld fest, doch dem Klub gelang es ein ums andere Mal die gefährlichen Angriffe der Gastgeber zu entschärfen und für kurze Entlastung zu sorgen. Eine weitere gelbe Karte gegen Marcel Coetzee, die sogar zu der kuriosen Situation führte, dass die Hintermannschaftsspieler Raynor Parkinson und Steffen Liebig im Gedränge aushelfen mussten, war dann jedoch zu viel des Guten. Auch wenn Calvisano in einer hart gegführten 2. Halbzeit selbst insgesamt zwei gelbe sowie in der Schlussminute eine rote Karte kassierte, fanden die Italiener in der 77. Minute die erste und einzige Lücke in der mittlerweile stark gebeutelten HRK-Verteidigung. Dies sollten zugleich die letzten Punkte des Spiels sein, das Kapitän Sean Armstrong mit einem Kick ins Aus unter großem Jubel beendete.

Finalspiele im März und April

Trainer Kobus Potgieter zeigte sich nach dem Spiel mehr als zufrieden. „Wir haben heute den italienischen Meister im eigenen Stadion bezwungen, das spricht allein schon für sich. Wir wussten, dass unsere Verteidigung den Finaleinzug sichern wird und das hat das Team heute mit viel Herz und einem unbändigen Willen getan. Es ist ein Privileg mit diesen Spielern arbeiten zu dürfen“.

Der HRK hat nun neun Wochen Zeit sich in aller Ruhe auf die beiden Finalspiele (31. März / 21. April) gegen Timisoara Saracens vorzubereiten. Die Saracens, die in der vergangenen Saison bereits im Challenge Cup spielten, konnten den HRK-Gruppengegner RC Batumi zweimal knapp bezwingen.

So spielte der Klub

1 Jörn Schröder 2 Dasch Barber 3 Samy Füchsel (71. Dickinson) 4 Michael Poppmeier 5 Julio Rodriguez 6 Jaco Otto (50. Henn) 7 Sebastian Ferreira 8 Jarrid Els (55. Schramm) 9 Sean Armstrong 10 Hagen Schulte 11 Pierre Mathurin 12 Raynor Parkinson 13 Marcel Coetzee 14 Steffen Liebig (28.-37. O Grady) 15 Nikolai Klewinghaus

16 Mark Fairhurst 17 Thore Schmidt 18 Antony Dickinson 19  Timo Vollenkemper 20 Marcel Henn 21 Ayron Schramm 22 Donovan O Grady 23 Felix Lammers

Punkte für den Klub

Parkinson (9) Liebig (5) Coetzee (3)

2018-01-20T22:23:32+00:00