HRK kann weiter vom Finale träumen

Es war das erwartet schwere Halbfinal-Hinspiel für den HRK, doch am Ende ging der Klub verdient als Sieger vom Platz. Dank des 34:29 Heimsieges über den italienischen Meister Pataro Calvisano hat der Ruderklub nun gute Chancen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Finale des Continental Shield Wettbewerbes zu erreichen.

Die 1. Halbzeit gestaltete sich zunächst sehr ausgeglichen. Die Defensive beider Teams zeigte sich mehr als sattelfest, sodass sich beide Teams mehr oder weniger neutralisierten. Im Gedränge hatten die Italiener vor allem in der Anfangsphase Vorteile, was ein ums andere Mal zu Straftritten gegen den Klub führten. Doch auch nach 20 Minuten stand es gerade einmal 3:3. In Folge einer gelben Karte für Nationalspieler Jaco Otto gewannen die Italiener dann aber allmählich die Oberhand, was im ersten Versuch des Tages für die Gäste resultierte. Dank einem Straftritt durch den abermals sehr sicheren Kicker Raynor Parkinson verkürzte der Klub zur Halbzeit jedoch noch auf 6:10.

In der 2. Halbzeit präsentierten sich beide Teams dann wie ausgewechselt. Das vorsichtige Abtasten der 1. Halbzeit schien vergessen, nun spielten beide Teams mit offenem Visier und ließen die Rugbyherzen der zahlreichen Fans am Harbigweg ein ums andere Mal höher schlagen. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf höchstem internationalen Niveau, dem der Klub mehr und mehr seinen Stempel aufdrücken konnte. In der 53. Minute wurde dieser Druck erstmals mit Punkten belohnt. Der überragende Spielmacher Hagen Schulter durchbrach die italienische Defensive und legte zum 11:10 ab. Parkinson erhöhte sicher auf 13:10. Zehn Minuten später waren es aber wieder die Italiener, die ihre Dominanz im Gedränge in einen Versuch ummünzen konnten. Ab der 62. Minute brannten beide Teams dann ein wahres Offensiv-Spektakel in den schnellen Kunstrasen am Harbigweg. Wieder war es Hagen Schulte, der mit einem Doppelschlag den HRK quasi im Alleingang zu einer komfortablen 27:15 Führung führte. Und selbst eine Gelbe Karte gegen Ferreira schien den Angriffswirbel des Klubs nicht stoppen zu können. Ein feiner Kreuzkick von Parkinson auf den allen davoneilenden Liebig versetzte die Zuschauer in Jubelstürme.

Doch die Italiener bewiesen in der Schlussphase einmal mehr, dass sie ein internationales Topteam sind. Mit der Überzahl im Rücken griffen die Italiener aus allen Lagen an und konnten die zuvor so stabile Klubdefensive noch zweimal überwinden, sodass der komfortable 19 Punkte Vorsprung mit dem Schlusspfiff auf fünf Punkte zusammenschmolz.

Trotz der italienischen Aufholjagd hat die hervorragend eingestellte Mannschaft von Ex-Nationaltrainer Kobus Potgieter nun alle Chancen in der Hand, um mit einer weiteren guten Leistung in Italien kommenden Samstag den Finaleinzug perfekt zu machen.

So spielte der Klub

1 Jörn Schröder 2 Dasch Barber 3 Samy Füchsel 4 Michael Poppmeier 5 Julio Rodriguez (53. Henn) 6 Jaco Otto 7 Sebastian Ferreira 8 Jarrid Els 9 Sean Armstrong 10 Hagen Schulte 11 Pierre Mathurin (74. Klewinghaus) 12 Raynor Parkinson 13 Wynston Cameron-Dow 14 Steffen Liebig 15 Marcel Coetzee

16 Mark Fairhurst 17 Thore Schmidt 18 Antony Dickinson 19  Timo Vollenkemper 20 Marcel Henn 21 Donovan O Grady 22 Nikolai Klewinghaus 23 Felix Lammers

Punkte für den Klub

Schulte (15) Parkinson (14) Liebig (5)

2018-01-14T09:15:11+00:00