HRK mit Kantersieg über RG Heidelberg

Es hätte ein Spiel auf allerhöchstem Bundesliganiveau werden können, doch das ursprüngliche Spitzenspiel zwischen dem Heidelberger RK und der RG Heidelberg wurde bereits vor dem Anpfiff zu einer Farce. Am Ende stand ein nie gefährdeter 97:3 Sieg für den Klub zu Buche, dieser hinterließ jedoch einen mehr als faden Beigeschmack.

Bereits im Vorfeld der Partie sickerte die Nachricht durch, dass der Tabellenzweite der Rugbybundesliga gegen den Klub nicht in Bestbesetzung und somit ohne seine zahlreichen 7er Nationalspieler antreten wird. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass man die Nationalspieler nicht verheizen wollen – im Gegenzug dafür setzte man, in Abwesenheit weiterer Stammspieler, ironischerweise zahlreiche junge Eigengewächse mit wenig bis gar keiner Bundesligaerfahrung ein, die sich über 80 Minuten zu keinem Zeitpunkt aufgaben und eine solide Leistung zeigten.  Dass gerade die RGH sich in der Vergangenheit immer wieder über die Sperren der 7er Nationalspieler beschwert hat, diese dann aber bei Verfügbarkeit gar nicht einsetzen will, ist nur ein weiterer Aspekt in dieser Seifenoper.

Doch zurück zum sportlichen Teil. Trotz der negativen Ankündigungen im Vorfeld fanden sich zahlreiche Zuschauer auf dem HRK-Platz ein, die über 80 Minuten hinweg einen dominanten HRK sahen. Im Zuge der Überlegenheit wollte der Klub gerade in der Anfangsphase oftmals zu viel zu schnell und leistete sich nach einer schnellen 17:0 Führung viele unnötige Ballverluste. Erst nach rund 30 Minuten fand der Klub dann zurück zu seinem begeisternden Angriffsrugby und erzielte insgesamt 15 teils schön herausgespielte Versuche, von denen durch Parkinson und Coetzee (100% Kickquote) 11 erfolgreich erhöht werden konnten. Insgesamt 8 der Versuche erzielte der Klub dabei in Unterzahl, denn nach permanenten Beleidigungen und Anfeindungen gegenüber den Nationalspielern seitens der RGH Spieler und Fans, hatte Jaco Otto in der 47. Minute seine Nerven nicht mehr im Griff und ließ sich zu einer Unsportlichkeit hinreißen, die zu Recht mit Gelb geahndet wurde. Infolgedessen ließ sich Otto zu einer unsportlichen Aussage gegenüber den Schiedsrichtern hinreißen und erhielt hierfür die Rote Karte. Diese wird auch intern Konsequenzen nach sich ziehen, denn solche Äußerungen haben auf dem Rugbyplatz nichts verloren und sind nicht mit dem Selbstanspruch des HRK vereinbar.

Am kommenden Samstag trifft der HRK in der 1. Pokalrunde auf den SC 1880 Frankfurt II. Für dieses Match wird Pieter Jordaan eine Mischung aus 1. und 2. Mannschaft aufbieten, um den Nachwuchsspielern die Gelegenheit zu geben sich unter Wettkampfbedingungen für die 1. Bundesliga zu empfehlen. Das nächste Bundesligaspiel findet am 3. Oktober in Heusenstamm statt.

So spielte der Klub:
1 Schröder 2 Schmidt 3 Füchsel 4 Vollenkemper 5 Poppmeier 6 Brenner 7 Otto 8 Ferreira 9 Armstrong 10 Schulte 11 Wymer 12 Parkinson 13 Liebig 14 Hittel 15 Coetzee

16 Geibel 17 Rehm 18 Rodriguez 19 Ulka 20 Reincke 21 Malaizier

Versuche
Schröder (2), Liebig, Parkinson, Coetzee (3), Wymer, Hittel (3), Füchsel, Schmidt, Poppmeier, Brenner

Erhöhungen
Parkinson (3), Coetzee (8)

2017-09-17T10:43:52+00:00