HRK bezwingt Pforzheim und erobert Tabellenführung

Der HRK ist wieder da! Dank eines dominanten 47:16 Bonuspunktsieges gegen den amtierenden Deutschen Meister TV Pforzheim übernimmt der HRK zum ersten Mal in der Saison 16/17 die Tabellenführung der 1. Bundesliga Süd/West und hat nun beste Chancen auf das so wichtige Heim-Halbfinale.

Der HRK setzte seine starken Leistungen der Rückrunde auch gegen den TV Pforzheim fort und konnte bereits nach 4 Minuten im Pforzheimer Malfeld einlaufen. Jedoch wurde der Versuch des ansonsten weitestgehend souverän agierenden Unparteiischen nicht gegeben. So war es Pforzheim die quasi im Gegenzug einen Straftritt durch den sicheren Kicker Bressons mit 0:3 in Führung gingen. Danach war es jedoch mit der Pforzheimer Herrlichkeit vorbei, denn der HRK riss mehr und mehr das Spiel an sich und dominierte die Spielanteile deutlich. Drei Versuche durch den abermals überragend aufspielenden Robert Hittel, Jaco Otto und Julio Rodriguez sicherten den 21:9 Pausenstand.

Kurz vor der Pause wurde die souveräne Vorstellung des Klubs jedoch kurz getrübt. Nach einer Tätlichkeit von hinten gegen den HRK Kapitän Brenner, verlor dieser die Beherrschung und stieß den Pforzheimer Spieler wuchtig von sich, sodass Schiedsrichter Handl in einer konsequenten, aber durchaus berechtigen Entscheidung Brenner des Feldes verwies. Vorausgegangen waren zum wiederholten Male gezielte Attacken gegen die Spieler des Klubs. Das abermals gezeichnete Gesicht von Michael Poppmeier, der bereits gegen den TSV Handschuhsheim mit einer gefährlichen Eye Gouging Attacke angegriffen wurde, sprach hier eine eindeutige Sprache. Es liegt in den nächsten Spielen nun an den Schiedsrichtergespannen diese Attacken zu erkennen und zu sanktionieren, damit die Spieler sich nicht mehr genötigt sehen sich ihrerseits mit Unsportlichkeiten zu revanchieren.

Kapitän Kehoma Brenner äußerte sich nach dem Spiel zu seinem Platzverweis: „Wir haben die letzten Spiele dominiert und positives Rugby gespielt. Es war jetzt aber schon zum wiederholten Male, dass uns die Gegner versuchen mit anderen Mitteln zu stoppen und wenn das einfach nicht unterbunden wird, dann sind wir fast schon gezwungen uns auch mal zu wehren. Es ist einfach die Frustration, die wir spüren, da von den Schiedsrichtern nichts unterbunden wird. Das darf natürlich keine Entschuldigung für mein Verhalten sein. Ich muss in so einer Situation einfach einen kühlen Kopf bewahren und als positives Beispiel vorangehen“ so Brenner, der sich nach dem Spiel bei seiner Mannschaft und dem Gegenüber entschuldigte.

Wer nun dachte, dass der HRK in Unterzahl Probleme bekommen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Mit unbändigem Teamgeist und tollen Angriffsrugby zerlegte die HRK Angriffsmaschine den Deutschen Meister in Unterzahl nach allen Regeln der Rugbykunst und sicherte sich nach Versuchen von Vollenkemper, L. Malaizier, Otto und Els den auch in dieser Höhe völlig verdienten 47:16 Bonuspunktsieg. Der Anschlussversuch der Pforzheimer, der nach klarem Totlegen durch Raynor Parkinson gar nicht hätte zählen dürfen, war nur noch Ergebniskosmetik.

Teamgeist war der Schlüssel zum Sieg

Aus einer geschlossenen starken Mannschaftsleistung wussten beim HRK Prop Benedikt Rehm, Flanker Timo Vollenkemper, Angriffsturbo Sean Armstrong sowie die Gebrüder Malaizier herauszuragen. Vor allem die HRK Hintermannschaft, dirigiert vom gewieften Spielmacher Andreas Götz, ließ die Sperre der 7er Nationalspieler Liebig, Buckman, Mathurin, Hohl und Aounallah mit starken Konterattacken und direktem Angriffsspiel vollkommen vergessen. Ein Umstand der Mut macht, stehen die Nationalspieler doch auch den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Außerdem wäre HRK Eigengewächs Niklas Schweikart auf der 1. Reihe zu erwähnen, der nach seiner Einwechslung für Dale Garner eine klasse Leistung zeigte und sich für zukünftige Einsätze auf diesem Niveau empfahl.

Kommende Woche gilt es nun gegen den RC Luxemburg den Halbfinaleinzug perfekt zu machen, um dann im letzten Saisonspiel gegen den SC 1880 Frankfurt nach der Länderspielpause das so wichtige Halbfinale-Daheim klar zu machen und sich die Reisestrapazen nach Berlin zu ersparen.

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So spielte der Klub:

1 Rehm 2 Garner (48. Schweikart) 3 Schmidt 4 Rodriguez 5 Poppmeier 6 Brenner 7 Vollenkemper 8 Els 9 Armstrong 10 Parkinson 11 Hittel 12 Parkinson 13 Götz 14 L. Malaizier 15 J. Malaizier 16 Aydin 17 Schweikart 18 Lammers 19 Wymer 20 Neureuther

 

Punkte für den Klub:

Parkinson (12), Otto (10), L. Malaizier (5), Vollenkemper (5), Rodriguez (5), Hittel (5), Els (5)

2017-05-14T14:59:56+00:00